Aus gegebenen Anlass, da dieses Jahr die Autobiographie von Bud Spencer im April erscheinen wird, wollen wir auf die aktuellsten Bücher der letzten zwei Jahre eingehen. Nur knapp 20 Jahre waren notwendig, bis nach dem Cinemabuch von 1980 endlich bemerkt wurde, dass viele deutschsprachige Fans sehnsüchtig auf Material in Buchform warten.
Man möge es mir verzeihen, zwar ist 2003 das Filmstatistische Handbuch über Bud Spencer und Terence Hill erschienen aber da dies ohne Verlag vertrieben wurde, hat es leider nur ein kleines Publikum erreicht. Damit gibt es zwar ein Buch innerhalb der knapp 20 Jahren aber durch die geringe Reichweite ist es leider kaum bekannt, obwohl es sehr genaue Details liefert. Daher gehe ich heute nicht direkt auf dieses Buch ein.
Im Jahr 2009 überschlugen sich gleich zwei Verlage und brachten von Bud Spencer und Terence Hill jeweils ein interessantes Buch heraus.
Der MPW Verlag veröffentlichte die von Tobias Hohmann geschriebene Bud Spencer und Terence Hill Chronicles in zwei Coverartworks. Auf über 450 Seiten und einem Hardcovereinbund wurden die Filme von Bud Spencer und Terence Hill zusammen sowie Ihren Solofilmen ausführlich von 1951-2009 besprochen, die zudem auch Informationen und Hintergrundinformationen zu den Dreharbeiten liefert, die wichtigsten Punkte ihrer langen Karriere.
Kein Wunder, dass das Buch bei den Fans sehr gut an kam, obwohl der Preis von knapp 40,- EUR nicht wenig ist. Dafür wird dem Leser aber ein großes A4 formatiges Buch geboten, welches durchweg farbig ist.
Natürlich ist nicht nur dies ein Kaufgrund für die Fans gewesen.
Um einen möglichst kompletten Eindruck vermitteln zu können, führte der Autor 11 Interviews mit Freunden, Kollegen und Wegbegleitern von Bud Spencer und Terence Hill: Francesco Scardamaglia, Ottaviano Dell´Acqua, Nando Paone, Philip Michael Thomas, Matthias Wendlandt, Ruggero Deodato, Giulio Base, Salvatore Basile, Sebastian Niemann, Alessandro Capone und Neil Summers. Ein umfangreicher Anhang sowie vielzählige Aushangfotos und Originalplakate runden das Buch dann schließlich ab.
Im gleichen Jahr erschien auch das Buch Die rechte und die linke Hand der Parodie – Bud Spencer, Terence Hill und ihre Filme über den Schüren Verlag. Das Buch, dass anlässlich Bud Spencers achtzigsten und Terence Hills siebzigsten Geburtstag im Jahr 2009 erschienen ist, liefert die erste filmhistorische Monographie über die beiden sympathischen Leinwand-Helden. In bewusster Abgrenzung zu oberflächlichen Trivial-Infos und sensationsgieriger Star-Reportage bemüht der Autor Christian Heger sich um eine Einordnung des Phänomens Spencer/Hill in den kulturhistorischen Kontext, untersucht die komischen Wirkungsprinzipien ihres dualistischen Spiels und stellt die wichtigsten Köpfe und Motive ihres filmischen Universums vor. In einem umfangreichen, bislang beispiellosen Anhang werden sämtliche Filme von Bud Spencer und Terence Hill mit Stabangaben, Inhalt und Kurzkritik vorgestellt. Ein eigenes Kapitel zur deutschen Verleih- und Synchrongeschichte rundet die Arbeit ab.
Durch die komplett andere Herangehensweise an das Buch, stören sich die im selben Jahr veröffentlichten Bücher keineswegs und bieten beide eine hervorragende Auswahl an Informationen, womit sich eigentlich beide Bücher lohnen.
Aber nicht nur dass, nun 2011 erscheint die Autobiographie von Bud Spencer mit Lorenzo De Luca und David De Filippi. Übersetzt wurde diese von Leo Schmidt.
Mein Leben, meine Filme – Die Autobiografie ist Bud Spencers spannender Rückblick auf sein Leben. An seinem 80. Geburtstag begibt sich der Schauspieler nach einem Anruf in das Hallenbad seiner Jugend, wo ein gutaussehender, unerlaubt rauchender und leicht überheblicher Schwimmsportler Anfang 20 auf ihn wartet – er selbst. Erzählerisch lässt Bud Spencer die Stationen seines Lebens für sein jüngeres Ich Revue passieren: Carlo als Kind in Neapel, die prägenden Jahre in Rom, die Zeit in Südamerika, seine Schwimmerfolge, das Studium, die Familie, die Geburt von »Bud Spencer«, die Zusammenarbeit mit Terence Hill, seine Solokarriere und die vielen Unternehmungen, mit denen er sich immer wieder selbst herausforderte.
In seiner humorvoll geschriebenen und mit vielen Anekdoten gespickten Autobiografie zeigt sich Bud Spencer von seiner ganz persönlichen Seite. Der Autor Carlo Pedersoli ist dabei so imposant und warmherzig wie die Helden seiner Filme.
Wer wie ich gerne Bücher von interessanten Personen liest, dem wird auch diese Biographie gefallen, ohne das man Bud Spencer Fan sein muss.
Mit diesen drei Büchern kann man sich ein komplettes Bild über die Zeit von Bud Spencer machen und für den Fan fehlt nun nur noch die Autobiographie von Terence Hill, um es komplett abzurunden.
Infos über die kompletten Bücher der beiden findet ihr auch auf der Bud Spencer und Terence Hill Fanseite und bestellen kann man die aktuellen Bücher auch im Bud Spencer Fanshop





