Ja, wie lange haben die Fans darauf gewartet. Und damit meine ich nicht die Schlange bei den Autogrammstunden, sondern dass sich Buddy endlich mal wieder in Deutschland sehen lässt und dies auch noch für viele Fans ganz nahe.
Was für ein Hype, Bud Spencer in Deutschland. Man kann schon ins schwärmen kommen und immer wieder die selben Zeilen wiederholen aber das wäre wohl irgendwann langweilig.

Daher kommen wir einfach zur Zusammenfassung. Der eigentliche Grund für den Besuch von Bud Spencer in Deutschland 2011 war seine erschiendene Biographie. Der Schwarzkopf und Schwarzkopf Verlag lud Bud Spencer zu drei Autogrammstunden ein, in Berlin, Bremen und Hamburg. Während der Verlag davon ausging, dass nur 150 Fans pro Location kommen, haben diese scheinbar noch nie die Einschaltquoten der Filme bei den unzähligen Wiederholungen gesehen. Somit haben sie sich einfach etwas verschätzt, denn über 1500 zählte man pro Autogrammstunde und unser Buddy, der lies sich die Zeit und gab  jeden ein Autogramm, der dort war.

Ein Wehmutstropfen gibt es leider, ich nenne es auch beim Namen, einige Schmarotzer kamen leider nur, um sich die Autogramme zu holen, damit sie diese bei Ebay meistbietend versteigern können. Schon der Verlag meinte, wer dies tut, kommt in die Hölle. Wenn es diese wirklich gibt, dann hoffe ich, dass es auch so kommt. Aber dies soll das einzigste mal gewesen sein, wo ich mich nicht beherschen konnte. :)

Auch die unzähligen Fernsehsender und Magazine kamen um das Thema Bud Spencer nicht drum rum. Viele Berichte, mal gut mal weniger zierten die Medienlandschaft und auf unserer Seite gab es Zugriffsrekorde, von Fans, die noch mehr wissen wollten. Man kann davon ausgehen, dass dieser Auftritt den Hype, der schon seit Jahren vorhanden ist, noch ein mal etwas vergrössert wurde und wer die beiden Helden schon wieder vergessen hatte, wurde nun wieder daran erinnert.

Wir könnten nun viele Videos von Sendungen hier zeigen aber das wäre wohl etwas zuviel, daher habe ich mich für die Sendung aus dem NDR entschieden, die einen netten Bericht über Buds Auftritt sowie ein Ausschnitt aus seiner Karriere zeigt.

Zusätzlich haben wir noch eine Bildergalerie zu Bud Spencers Autogrammstunden in Berlin und Bremen. Hiermit kann jeder der dort war dies noch ein mal geniessen und die jenigen, die nicht da waren sehen, was sie verpasst haben. :)

Dennis und Eric Heyse haben Ihre Eindrücke zu den Autogrammstunden sowie auch zur Sendung 3 nach 9, bei welcher Bud zu Gast war noch mal in einen Text gefasst, den ich hier nicht vorenthalten möchte.

Zunächst noch das Video zur Sendung selbst.

Donnerstag

Für Donnerstag war eine Signierstunde mit Bud Spencer in der Thalia-Buchhandlung in der Europapassage in Hamburg angekündigt. Um 18 Uhr sollte es los gehen. Wir planten unsere Ankunft zwischen 16 Uhr und 17 Uhr, aber nachdem wir am Vortag schon darüber informiert wurden, wie Bud Spencers Signierstunde in Berlin ablief, haben wir unsere Anreise eine Stunde vor verlegt. Und die Entscheidung war auch ganz gut so, denn als wir die Passage gegen 15 Uhr erreichten, waren sicher schon 100 bis 120 andere Fans vor Ort. Da nur die Autobiografie selbst signiert wurde und in Berlin nur vor Ort gekaufte Bücher signiert wurden, hatten wir unsere Exemplare zu Hause gelassen und mussten uns nun bei Thalia vor Ort noch Bücher besorgen. Das war zu dieser Zeit aber noch kein Problem (später waren die Bücher dann allerdings ausverkauft) und so besorgten wir erstmal vier Exemplare, zwei für uns, eines für Jesko, der schon mit uns vor Ort war und eines für Claudia, die später noch zu uns stoßen wollte. Mit den Büchern in der Hand reihten wir uns in die Schlange ein und warteten. Die Zeit überbrückten wir mit Gesprächen mit den anderen Fans und Jesko verteilte zwischendurch auch noch ein paar Flyer für das kommende Spencer/Hill-Fantreffen. Irgendwann zwischen 16 und 17 Uhr stieß dann Michael zu uns, ebenfalls ein Bud Spencer Fan, den wir vor ein paar Jahren in Northeim kennen gelernt hatten, den wir seitdem aber nur noch “online” gesehen hatten. Michael hatte einiges zu erzählen, denn er kam direkt aus Berlin nach Hamburg und hatte somit schon die Signierstunde des Vortages und die Pressekonferenz des Vormittags mit Bud Spencer erlebt. Um kurz nach 17 Uhr erschien dann auch Claudia auf der Bildfläche und unsere Gruppe war erstmal komplett. Gegen 18:10 Uhr ging es dann los und es kam Bewegung in die Schlange. Von da an ging es schnell voran. Wir standen ja noch recht weit vorne in der Schlange, die sich mittlerweile durch die gesamte Passage erstreckte und kamen so auch recht schnell bei Buddy an. Leider blieben einem aber nur ein paar Sekunden um Bud zu sehen. Wir betraten den Laden und im gleichen Moment wurde einem die Biographie schon von einer Thalia-Mitarbeiterin aus der Hand genommen. Diese gab sie an Bud weiter und noch während er sie signierte, bekam man von einer anderen Mitarbeiterin schon ein signiertes Exemplar zurück. Man bekam hier also nicht einmal das Buch zurück, dass man abgegeben hatte. Insgesamt hatte man so schätzungsweise 5 bis 10 Sekunden in der Nähe Bud Spencers, bevor man von der Security auch schon wieder aufgefordert wurde den Laden wieder zu verlassen. Vor dem Laden liefen wir dann noch einen Fernsehteam des NDR in die Hände, dem Dennis sogar noch ein kurzes Interview gab. Ob und wann dieses gesendet wurde, ist uns allerdings nicht bekannt. Wir bewegten uns dann erstmal ein wenig aus dem Trubel raus und setzten uns in ein italienisches Bistro um etwas zu trinken. Dort stieß Arne noch zu unserer Gruppe. Nachdem wir ausgetrunken hatten, gingen wir noch einmal zurück zu Thalia, wo Bud mittlerweile aber schon verschwunden war. Die Menschenmasse hatte sich aufgelöst. Wir folgten dann Arnes Vorschlag in eine Nahe gelegene Cocktailbar zu gehen und verließen die Passage. Dabei erwischten wir zufällig den richtigen Ausgang und den richtigen Zeitpunkt, denn so sahen wir gerade noch, wie Bud und sein Gefolge in einen schwarzen Audi A8 stiegen und davon fuhren. Wir ließen den Abend in der Cocktailbar ausklingen. Gegen 22:10 Uhr verabschiedeten wir uns von Arne und machten uns zurück auf den Weg zum Hauptbahnhof. Hier plünderten wir zusammen mit Michael noch den Ständer mit den Berliner Tageszeitungen, bevor wir uns auch von ihm verabschiedeten mussten. Er hatte noch ein paar Stunden auf dem Bahnhof totzuschlagen, bevor sein Nachtzug ihn zurück nach Österreich bringen würde. Wir nahmen zusammen mit Jesko und Claudia den letzten IC des Tages nach Bremen. Der erste Tag mit Bud Spencer ging damit zu Ende.

Freitag

Der Freitag begann erstmal unter dem Motto “Ein neuer Tag, eine neue Schlange”. Heute sollte Bud Spencer nämlich in Bremen signieren, wieder bei Thalia, diesmal allerdings schon um 16 Uhr. Jesko und Claudia waren ja schon bei uns in Bremen, aber bevor wir in die Innenstadt aufbrechen konnten, mussten wir noch auf ein paar andere Leute warten. Zuerst trudelten die Hildesheimer Olli, Florian und Christian bei uns ein. Beim ersten Willkommensbierchen warteten wir alle dann zunehmend fieberhaft auf die Ankunft von Marcus aus Darmstadt. Dieser erreichte uns gegen 14 Uhr und wir machten uns dann umgehend auf den Weg in die Stadt. Gut eine Stunde später erreichten wir die Obernstraße, wo die Menschen schon quer durch die Buchhandlung bis auf die Straße standen. Wir kamen aber gerade noch rechtzeitig um uns erneut mit Büchern versorgen zu können. Als wir an der Kasse an der Reihe waren, hatten sie gerade die letzten Bücher ausgepackt und nur ein paar Minuten später musste man auch hier “ausverkauft” vermelden. Wir hatten nun allerdings alle unsere Bücher und reihten uns wieder in die Schlange ein. Da wir schon draußen auf der Straße standen, konnten wir nun die zunehmend verwirrten Gesichter der Passanten beobachten, die an uns vorbei kamen. Die Menschenansammlung wurde schließlich so groß, dass sie sogar den Straßenbahnverkehr in der Innenstadt in Not brachte. Am Höhepunkt reichte die Schlange schließlich fast bis zum Bremer Marktplatz zurück, sehr beeindruckend. Während wir darauf warteten, dass die Signierstunde begann, liefen uns noch Marcel, Sarah und Annika über den Weg, drei weitere Spencer/Hill-Fans, die wir schon von den letzten Fantreffen her kannten. Sie gesellten sich zu uns und somit bestand unsere Gruppe nun schon aus 11 Personen. Die eigentlich 12. Person war schon eine gute Stunde vor uns eingetroffen und stand somit viel weiter vorn in der Schlange. Er war sogar soweit vorne, dass wir uns bis dahin nicht vordrängeln konnten. Er stieß deshalb erst zu uns, als sich die Warteschlange schon in Bewegung gesetzt hatte und wir unten im Kellergeschoss ankamen. In Bremen hatten man sich glücklicherweise entschieden Bud Spencer nicht direkt am Eingang schon die Bücher signieren zu lassen. So mussten die Thalia-Mitarbeiter zwar mit ansehen, wie sich die Menschenmassen quer durch das Erdgeschoss und schließlich noch durch das Kellergeschoss schlängelten, aber so war es am Ort des Geschehens deutlich ruhiger und entspannter als in Hamburg. Mehr Zeit mit Bud hatte man aber erstmal auch nicht. Auch hier wurde einem das Buch von einer Thalia-Mitarbeiterin aus der Hand genommen und man ging an Bud vorbei, der das Buch signierte, das man dann von einer anderen Mitarbeiterin zurück bekam. Hier bekam man aber immerhin das Buch zurück, dass man auch abgegeben hatte. Nach der Unterschrift sollte man das Kellergeschoss direkt über eine Rolltreppe wieder verlassen, aber man musste dies nicht wirklich tun. Wir sind also an der Treppe vorbei gegangen und somit im Kellergeschoss geblieben. Wir haben uns dann etwas an der Seite platziert, um den Ablauf nicht zu stören und konnten von dort noch in aller Ruhe Bilder von Bud machen und ihn beim Signieren beobachten. Schließlich entdecken wir Buds Sohn Giuseppe, der sich ebenfalls etwas abseits des Geschehens aufhielt. Claudia setzte daraufhin all ihren Charme ein und bat ihn um eine Widmung in ihrem Buch. Giuseppe hatte gar keine andere Wahl als ihr die Bitte zu gewähren und war danach auch noch so nett, auch unsere Bücher noch mit einer Widmung zu versehen. Er war wirklich sehr nett und freundlich zu uns. In Anschluss an unser kleines Gespräch mit Giuseppe, bat uns dann Karl Martin Pold mit seinem Kamerateam zu einem Interview. Karl Martin dreht gerade einen Dokumentarfilm über Bud Spencer und interviewt dazu auch Bud Spencer Fans und nun waren wir also an der Reihe. Nur kurz nach dem Interview erhob sich Bud schließlich und verabschiedete sich bei den noch verbliebenen Fans, bevor er dann die Räumlichkeiten durch den Fahrstuhl verließ. Mit der Lautsprecherdurchsage “Bud Spencer hat soeben das Gebäude verlassen” wurde die Signierstunde dann auch von Thalia offiziell für beendet erklärt. Wir machten uns dann auf den Weg zur Parkgaragenausfahrt, wo wir auch nicht lange warten mussten, bis die gleiche schwarze Limousine wie am Vortag an uns vorbei fuhr. Wir entschlossen uns daraufhin an die nahegelegende Schlachte zu gehen, um dort bei bestem Wetter an der Weser etwas zu trinken. Schließlich haben sich Marcel, Sarah und Annika von uns verabschiedet und der Rest von uns machte sich auf den Weg zu einen kleinen Stadtrundgang. Nach dem obligatorischen Foto mit den Stadtmusikanten ging es ins Schnoorviertel, wo wir einen weiteren Getränkestopp einlegten. Unsere kleine Tour durch die Stadt endete um 20:45 Uhr vor dem Gebäude von Radio Bremen. Hier trennte sich unsere Gruppe. Während wir mit Florian und Michael vor Ort blieben, um uns die Talkshow live im Studio anzuschauen, wurde der Rest der Gruppe von Tobi in einem VW-Bus abgeholt und in unsere Partyhütte gefahren. Dort hatten wir schon Beamer und Leinwand aufgebaut, so dass sie sich dort die Talkshow gemeinsam anschauen konnten. Wir machten uns derweil auf den Weg zum Zuschauereingang, holten die für uns hinterlegten Karten ab und betraten schließlich nach kurzer Wartezeit das Studio. Wir machten erstmal ein paar Fotos und setzten uns dann an den uns zugewiesenen Tisch. Die Sendung sollte ursprünglich um 22 Uhr beginnen, verschob sich dann aber wegen einer Sondersendung um 15 Minuten. Vor der Sendung erklärte ein Mitarbeiter von Radio Bremen, der sich namentlich leider nicht vorstellte, kurz den Ablauf der Sendung und erklärte auch, dass Bud Spencer erst gegen 23:10 Uhr dazu kommen werde. Er wies ebenfalls darauf hin, dass Bud Spencer mittlerweile ein älterer Herr sei und hielt in dem Zusammenhang auch gleich noch eine sehr erfrischende Brandrede gegen die Bildzeitung, die Tags zuvor einen Artikel unter der Überschrift “Sie nannten ihn Mücke, jetzt braucht er ‘ne Krücke” veröffentlicht hatte. Nachdem er diese Rede mit einem kräftigen “Schämt euch” beendet hatte und den dafür fälligen Applaus bekommen hatte, startete schließlich auch die Sendung. Wir hatten sehr gute Plätze erwischt und saßen direkt gegenüber von Bud Spencer. So konnten wir in den kleinen Pausen, in denen die TV-Zuschauer kurze Einspielfilme sahen, ein paar schöne Fotos von Buddy im Studio machen. Nach der Sendung wurde Bud dann natürlich wieder von mehreren Fans belagert. Er gab dann noch ein paar Autogramme und ließ sich auch mit ein paar Fans fotografieren (Dazu gehörte auch die ebenfalls als Gast anwesende Sängerin Anna Depenbusch), aber er wurde dann doch recht schnell von seinem Sohn und einem Bodyguard nach draußen begleitet. Von uns hatte außer Michael leider keiner das Glück ein Foto mit Bud zu bekommen, aber auch so war ein sehr schönes Erlebnis bei der Talkshow dabei gewesen zu sein. Wir verließen schließlich das Studio und fuhren mit einem der bereitstehenden Taxis nach Hause, wo wir dann mit dem Rest der Gruppe noch bis in die Morgenstunden feierten.

 

4 Responses zu “Bud Spencer in Deutschland, die Zusammenfassung”

  1. Schöner Artikel.
    Ich war in Berlin, habe es aber leider vepasst.

  2. Peter sagt:

    War eine einzigartige Sache das unser Bud in Deutschland war, auch wenn mir ein Besuch der Autogrammstunde nicht möglich war seine Bio habe ich am Erscheinungstag angefangen zu verschlingen. :-) Ein Lob an Eure Arbeit hier, macht weiter so!!!

    Peter

  3. [...] Autobiografie “Mein Leben, meine Filme” zu promoten. Dabei hat er in den letzten Wochen einige Fernsehauftritte absolviert, Pressekonferenzen abgehalten und zahlreiche Interviews gegeben. Eins davon erschien am 18.04.2011 [...]

  4. Mike sagt:

    Ich war zur Signierstunde in Hamburg. Hab über Vier Stunden auf Buddy gewartet. Für die ca 10 – 15 Sekunden hat es sich aber gelohnt. Nicht nur das er mir das Buch signierte, ich war sogar einer der wenigen, denen er die Hand geschüttelt hat! Ein super Moment in meinem Leben! Leider habe ich davon kein Foto, aber die Bilder in meinem Kopf dieses Momentes des Glücks werd ich nie vergessen!

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